Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag 2021

Am 14.11.2021 um 11 Uhr trafen sich viele Holzer Bürgerinnen und Bürger und wie in jedem Jahr, den Toten und Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges zu gedenken.

Weite Teile Europas liegen in Trümmern. Millionen Familien beklagen tote Angehörige. Das blutige Resümee des Ersten Weltkriegs, der in den Jahren von 1914 bis 1918 wütet.

Nach Kriegsende im Deutschen Reich engagieren sich Politiker und Vereine für das Gedenken an die getöteten Soldaten auf deutscher Seite.

Der Volkstrauertag ist seit den 1920er-Jahren ein Gedenktag. Ursprünglich gedachte man der getöteten deutschen Soldaten im Ersten Weltkrieg. Heutzutage wird am Volkstrauertag an die Kriegstoten und Opfer von jeglicher Gewaltherrschaft erinnert.

Aber, Warum gedenken wir noch immer an diesen Tag?
Es ist wichtig, sich regelmäßig an geschichtliche Ereignisse zu erinnern, um uns und folgende Generationen davor zu bewahren, die gleichen Fehler wie damals erneut zu machen. Denn so viel schreckliches Leid, die zahlreichen Opfer, soll sich niemals wieder, wiederholen.

Hierzu möchte ich den damaligen Reichstagspräsidenten Paul Löbe, der während der Gedenkveranstaltung im Reichstag am Volkstrauertag 1922 eine Rede gehalten hat Zitieren:
„Leiden zu lindern, Wunden zu heilen, aber auch Toten zu ehren, Verlorene zu beklagen, bedeutet die Abkehr vom Hass, bedeutet die Hin kehr zur Liebe, und unsere Welt hat Liebe not.“

Kein Zitat wäre passender für die heutige Situation, in der wir uns befinden. Unser Land ist tief gespalten. Nicht nur politisch, auch menschlich im Sinne von Moral und Ethik, scheinen wir uns immer weiter voneinander zu entfernen.

Das Corona Virus belastet uns alle nun schon seit über zwei Jahren. Wir befinden uns in einer Epidemischen Lage. Und statt gemeinsam gegen das Virus für ein schnelles Ende der Pandemie zu kämpfen, hetzen wir uns gegeneinander auf und begegnen uns teilweise mit Hass und Verachtung.

Wir sollten gerade in dieser schwierigen Zeit füreinander da sein und wieder mehr Liebe füreinander aufbringen, denn um bei dem Zitat von Paul Löbe zu bleiben: „unsere Welt hat Liebe not!“

Auch mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation. Tausende Menschen, Familien mit Kindern, stehen vor den Grenzen Europas und bitten um Hilfe. Statt zu Helfen schickt Polen 15.000 Soldaten an die Grenze. Aus Angst etwas zu verlieren. Aus Sorge diese Menschen würden uns etwas Böses antun. Die Kälte frisst sich bei den inzwischen nachts eisigen Temperaturen in die Körper der Frauen, Männer und ausgehungerten Kinder. Ab 35 Grad Körpertemperatur, beginnt der Menschliche Körper langsam zu versagen. Eine Trübung des Urteilsvermögens setzt ein und ab 32 Grad setzen massive Bewusstseinsstörung einsetzen. Ab 28 Grad droht der Tod.

Es steht uns eine neue humanitäre Katastrophe ungeahnten Ausmaßes bevor. Die Politik ist gefordert endlich zu handeln. Sowohl den Menschen die unsere Hilfe benötigen zu helfen, als auch der Spaltung in der Gesellschaft,
in Deutschland, aber auch ganz Europa entgegenzuwirken.

Aktuell kommt es mir leider vor, als würde gar nichts passieren und das stimmt mich sehr traurig.

Was mich positiv stimmt ist das heute, unser Zusammenkommen, unsere Gemeinschaft, die Zeigt, dass es auch anders geht. So hoffe ich auch, dass wir uns Ende November zum Weihnachtsbaum schmücken sehen und nächstes Jahr wieder mehr Veranstaltungen in Holz stattfinden können.

So lassen sie uns nun eine Schweigeminute einlegen. Für alle gefallenen Soldaten, für alle Opfer von Krieg und Gewalt, egal ob damals oder heute. Gleichzeitig wollen wir allen gedenken die in Zeiten des Friedens von uns gegangen sind und an die wir uns gerne erinnern.

Vielen Dank
Daniel Dürselen

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